allEinsam


Ensemble

Andres Edith

So mancher Schicksalsschlag scheint dich tief in den Abgrund zu ziehen.  Du fühlst dich von Gott und der Welt verlassen.  "Das Leben liebt dich nicht!", denkst du, doch nach einiger Zeit erwachst du wie aus einem tiefen Schlaf und du erkennst, daß dieser Schmerz dich hat reifer werden lassen.  Du bist gewachsen - ein anderer Mensch, ein neuer Mensch.  Und wenn du mit den Schweinen aus einem Trog gefressen hast, dann wirst du ein neuer Mensch.

Bühnenakteur bis zur 3. Aufführung

Breuer Dirk

Bühnenakteur

Dannemark Mélanie

Bühnenakteur bis zur 3. Aufführung

Haep Beatrice

Einsamkeit begegnet jedem - irgendwann und unverhofft.  Einsamkeit gehört zum Leben dazu, wie Geburt, Tod, Freude, Trauer.  Einsamkeit stellt in Frage - uns und unsere Lebenspläne - und sie stellt beides auf den Kopf.  Einsamkeit ist der Stein auf unserem Weg; sie ist die fehlende Brücke über den Fluß.  Einsamkeit ist Schmerz, Angst, Abschied, Wut, Verzweiflung und tiefe Traurigkeit.  Sie ist aber auch Herausforderung - und Herausforderung bedeutet Leben!
Für mich ist Einsamkeit deshalb auch Ursprung tiefster Lebenskraft, denn wenn ich mich meiner Einsamkeit stelle, mich mutig, mit selbstkritischem Blick, mit ihr auseinandersetze (einen anderen Weg gibt es nicht!), dann kann ich an dieser Herausforderung wachsen, selbstbewußter werden, Ballast abwerfen und Wesentliches erkennen.  Leben pulsiert und ist in ständiger Bewegung.  Einsamkeit ist eine dieser Lebensbewegungen.  Wer Einsamkeit nicht kennen und bewältigen lernt, der weiß auch nichts von der Fülle des Lebens.

Bühnenakteur bis zur 3. Aufführung

Hardt Alexander

"Wer bin ich eigentlich - wer weiß schon, wer ich bin, wenn ich noch nicht mal selber weiß, wer ich bin?
Dieser Satz ist mir zu meiner Überraschung zu diesem Stück über meine Lippen gekommen, obschon ich der Meinung war, daß ich das "Wer bin ich?" schon hinter mir hätte.  Dabei wurde mir erst klar - wie bei so vielen Dingen, die mir in der Vorbereitung des Stückes bewußt geworden sind -, daß da noch einiges mit mir und dem Umfeld nicht im Reinen ist.
Zitat Jörg für den Crashkurs im Kennenlernen von euch und von mir selber :  "Die Gruppe hat mir geholfen, in mir selber zu suchen - und ich bin fündig geworden."
Danke!
Ich bin dem Satz "Wer bin ich?" etwas näher gekommen.
Für den Rest werde ich wohl selber den Weg finden müssen.
Wir sehen uns bei der nächsten Aufführung!

Bühnenakteur

Küpper Marcel

Techniker

Paulis Sonia

Jeder hat eines Tages Probleme, die ihn in die Einsamkeit hineinziehen.
Diese Probleme sind von den betroffenen Personen nur schwer zu bewältigen.  In den Augen vieler Anderer hingegen erscheinen sie lächerlich.
Wichtig ist es, mit seinen eigenen Problemen fertig zu werden und die Probleme der Anderen nicht zu verurteilen.

Bühnenakteur

Roth Roger

"allEinsam" ist ein Theaterstück über Einsamkeitserfahrungen.  Jeder kann in seinem Leben auf zahlreiche solcher Erfahrungen zurückblicken, auch wenn er sie nicht immer als solche deutet.  Oft scheint die Einsamkeit uns nicht zu berühren, doch plötzlich und unerwartet - anfangs meist unmerklich - holt sie uns ein.  Einsamkeit ist eines der tiefsten menschlichen Gefühle und in allen Lebensphasen unser ständiger Wegbegleiter, resultierend aus Konfliktsituationen und Krisen.  Jeder durchlebt seine Einsamkeit anders und entwickelt seine ihm eigenen Strategien.  Eine Flucht kann in Selbstmitleid enden, wo sich der Leidensdruck unaufhörlich steigert, bis der Selbsterhaltungstrieb in einem wach wird.
Zwar spielt die Ursache des Konfliktes eine wesentliche Rolle, doch oft brechen dabei auch noch nicht abgeschlossene Prozesse vergangener - zum Teil sogar verdrängter - Situationen erneut durch.  Dies ist oft ein zutiefst schmerzliches Ereignis, dem sich jeder selbst stellen muß.  Jeder allein, denn Erfahrungen muß jeder selbst machen und versuchen, sie irgendwie in sein Lebensbild zu integrieren.  Alles Wesentliche läßt sich zwar mitteilen, aber nicht vermitteln.
Dabei wird der Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit deutlich :
allein beschreibt einen Zustand - einsam dagegen ein Gefühl.

Das sicherlich wurde jedem aus der Gruppe bei der Entstehung des Stückes klar.  Als "Ausgangsmaterial" hatten wir nur uns selbst und unsere Erfahrungen.  Die Arbeit hat jedem Ehrlichkeit sich selbst gegenüber abverlangt.  Jeder Einzelne wurde dabei immer wieder mit seiner eigenen Einsamkeit konfrontiert - hat sie durchlebt und durchlitten.  Die neuen Erfahrungen sind im persönlichen Lebensbild integriert, stehen Pate für dieses Theaterstück und gewährleisten den nötigen Abstand zum Spielen.

Jetzt sind andere gefragt - jetzt seid Ihr - liebe Zuschauer - gefragt.

Regisseur und Gesamtkonzept

Thewes Petra

Einsamkeit - Alleinsein

Zerstörung und Rekonstruktion.
Rückentwicklung und Neuaufbruch ... Brüche ... Einbrüche ... Durchbrüche ...
Kalt erwischt ... gähnender Abgrund ... Bild des Grauens und der menschlichen Misere ...
Zerstückelung und Todesleere.

Und doch :  Sinn-tragende Absurdität ... Schmerz-erfüllte Energie, die mich vorwärts treibt.
Wie ein gehetztes Wild suche ich, ihr zu entrinnen ...
schaffe - vielleicht aus Verzweiflung - mein schönstes Werk.
Begegnung von Gegensätzen - befruchtende Berührung - Vergänglichkeit des Augenblickes.

Einsamkeit ... mein ärgster Feind, du Zuflucht und du treuer Freund.
Gehaßt, und doch gibt es kein Entrinnen.
Geliebt, denn der Kern alles Wesentlichen birgt sie in sich ...
Ohne Ein-Samkeit nur undifferenzierte Masse ... bedrohliches Magma
des Aufgesogenwerdens im Chaos der "Gleich-samkeit" ...
Ohne Ein-Samkeit kein Geheimnis des Du ... keine beglückende Begegnung ...

Einsamkeit ... Beflüglerin meines Heißhungers zu Leben !

Bühnenakteur und Gesamtkonzept

Velz Alfred

"Einsamkeit ist das Buch, das zu lesen wir uns weigern ..."

Diesen Satz fing ich während der Entstehungszeit unseres neuen Stücks irgendwo auf.
Wenn ich mich weigere, in meinem Buch zu lesen, dann kann ich auch in diesem Buch nicht mehr weiterschreiben.
Und das will ich doch !!!
Da sind noch so viele leere Seiten drin !!!
Also, Alfred, nimm dein Buch zur Hand und lese !
Und schreibe !
Und vergiß nicht, ab und zu mal umzublättern !

Bühnenakteur und Gesamtkonzept

Velz Birgit

Ich bin schon beim letzten Stück dazugestoßen, da ein Ersatz gesucht wurde. Beim damaligen Stück "Scherben" habe ich schon so manche Erfahrungen gesammelt, und das, obwohl ich bei der Vorbereitungszeit nicht dabei gewesen bin.
Die Vorbereitungszeit bei diesem neuen Stück war mit Momenten schon ziemlich hart, aber sie hat doch einiges gebracht.  Man ist z. B. viel tiefer in der Materie des Stückes drin, und was natürlich ein Hauptfaktor ist :  man lernt die Gruppe kennen und natürlich, ihr zu vertrauen, was bei einer solchen Sache schon sehr wichtig ist.  Denn wenn dieses Vertrauen in einer Gruppe nicht vorhanden, ist es doch sehr schwierig, auf dieser Gruppe etwas aufzubauen, so denke ich.  Bei der Materie dieses Stückes war es für viele von uns schon manchmal hart, ein Stück von den Erfahrungen dazuzulegen, aber schlußendlich, und das auch wieder durch das Vertrauen und die Basis der Gruppe, hat es dann doch geklappt.  Für mich persönlich hatte diese ganze Zeit bis jetzt wirklich nur positive Aspekte.  Ich bin wirklich echt froh, daß ich dabei bin.

Bühnenakteur

Velz Harald

Techniker

Velz Markus

Techniker

Vilz Alexandra

Ein jeder von uns hat schon irgendwann einmal das Gefühl der Einsamkeit durchlebt.  Diesem Gefühl wird man hilflos ausgeliefert, und man muß es alleine schaffen daraus herauszukommen.
Ich empfinde es am schlimmsten, wenn man sich inmitten vieler Menschen einsam fühlt; "gemeinsam einsam" sein.
Leider erkennt unsere Gesellschaft es nicht oft, wenn jemand sich einsam fühlt, weil viele Begegnungen sehr oberflächlich verlaufen.
Ich hoffe, daß wir lernen besser auf unsere Mitmenschen einzugehen, und sie so vor der Einsamkeit bewahren.

Bühnenakteur

Vomberg Jörg

"Ich übertrieb.  Des Effektes wegen.  Übertrieb, weil das Wesen des Humors die Übertreibung ist und sich mit Humor Besorgnis und Verwirrung gut kaschieren lassen." (T.C. Boyle)

Bühnenakteur

Wetzeler Claudia

Tja, da sitz' ich nun in der Misere ...
Es hat sich so still und heimlich eingeschlichen und mich dann von hinten gepackt mit aller Wucht, und nun sitz' ich drin in diesem Loch ...
Was ist nur los mit Claudia?  Sie gefällt uns gar nicht in letzter Zeit.  Sie ist so still geworden.  Können wir denn gar nichts für sie tun?
Nein, könnt ihr nicht (und ihr wißt es auch) - da muß ich jetzt durch!
Noch nicht mal Lust auf Theaterprobe - ertrage keine Gesellschaft, immer diese Erwartungen!
Aber mein Pflichtgefühl erlaubt es mir nicht zu fehlen - so kurz vor der Premiere!
Und siehe da : keine Erwartungen, kein Druck.  Leises Verständnis, stiller Halt ... und sogar ein bißchen gelacht.
Ich bin so froh, daß ihr da seid - und nicht nur ihr ...
Ich kann es nicht zeigen, aber schreiben :
DANKE!  Ich hab' euch lieb!

Bühnenakteur